News
Nach Schützenhof-Brand: Vereine geschockt: Wer gibt uns neues Zuhause?
Von FRANK ARETZ und RENÉ KOHLENBERG Traurig guckt die kleine Melina (8) auf die verkokelten Reste des "Schützenhofs" in Tannenbusch. Eigentlich hätten sie und ihre Freunde hier Tanzunterricht, doch die...[mehr]
Stadtsoldaten kötten für arme Bonner
Bonn –Nein, die Bonner Stadtsoldaten hatten bei ihrem Aufmarsch gestern Nachmittag in der City nicht etwa den Rosenmontagszug verpasst. Wibbeln für den guten Zweck lautete das Motto In Mannschaftsstärke zogen die Bonner...[mehr]
Session 2011/2012
Was ist das Bonner Stadtsoldaten-Corps?
reussens Gloria verbunden mit der Operetten-Herrlichkeit, die uns die Garderegimenter früherer Zeiten vermitteln, das ist das Gefühl, das jeder empfindet, wenn er zum ersten Mal das Bonner Stadtsoldaten-Corps in Parade-Aufstellung erlebt. Glanzvolles Barock bestimmen Uniform und Ausstattung, rheinisches Temperament das Reglement der Kurkölner Traditionsgarden, deren eines der ältesten und prächtigsten, das Bonner Stadtsoldaten-Corps darstellt.
Und wie die alten Kölner Kurfürsten ihre Soldaten nicht nur für militärische Aufgaben verwandten, sondern auch zur Repräsentation, zum Vorzeigen benutzten, so ist es seit Anfang des 19. Jahrhunderts seine Tollität "der Held Karneval", der heute Prinz Karneval genannt wird, welcher von den farbigfröhlichen Garden geschützt und begleitet wird.

- Kurfürst Clemens August
Kurfürst Clemens August (1700-1761) hätte es sich bei all seiner Phantasie und Lebensfreude bestimmt niemals träumen lassen, daß sein Kurkölnisches Leibregiment als "Bonner Stadtsoldaten-Corps" weiter besteht. Wie die Verhältnisse im Jahre 1872, dem Gründungsjahr des heutigen Bonner Stadtsoldaten-Corps, lagen, zeigt uns ein Rückblick in die Geschichte der Rheinlande, in die Geschichte Preussens. Preussen und seine Verbündeten befinden sich im Kriegszustand mit Frankreich, dem Nachbarn im Westen. Die Wehrpflicht ruft die Männer zu den Fahnen, wenn auch das Verhältnis der Bonner Bevölkerung zum preussischen Militär mehr kühl als herzlich ist.
Der Spottvers:
"Rude Krage - nix em Mage!goldne Tresse - nix zo fresse!"
("Rote Kragen - nichts im Magen!goldene Tressen - nichts zu fressen!")
Der Spottvers gibt Kunde, wie die Anwohner links und rechts des Rheins preussische Uniformen bewerteten.
Doch mit Ende des Krieges (1870 -1871) trat hier ein grundlegender Meinungsumschwung ein. Ein neues positives Nationalbewußtsein kam durch die Auflösung der Kleinstaaten auf. Veteranen-Vereine gründeten sich, und nun durften auch in der "fünften Jahreszeit" des Rheinländers, dem "Fastelovend", Uniformen nicht mehr fehlen.





